Die 6 Projekte des Modellvorhabens im Überblick

KombiBus

Die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH (UVG) aus Brandenburg hat sich gemeinsam mit drei Verkehrsplanungsbüros zum Ziel gesetzt, die Mobilität im ländlichen Regionen durch ein neues Servicekonzept als ergänzendes Beförderungsangebot im Bus-Linienverkehr zu verbessern. Das Konzept sieht eine Kombination aus Dienstleistungen und Mobilitätsangeboten vor. So sollen beispielsweise Kurier- und Transportdienstleistungen sowie ergänzende Angebote für die regionale Tourismuswirtschaft in den neuen Service eingebunden werden. Das Projekt bündelt hierbei Expertenwissen zu den Themen Mobilität im ländlichen Raum, Senioren- und Behindertenmobilität, Raumentwicklung und Landesplanung und setzt sich mit der rechtlichen Rahmensetzung auseinander. Darüber hinaus hat das Projekt auch Erfahrungen aus dem europäischen Ausland einfließen lassen.

JugendMobil 

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH entwickelte in Kooperation mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg einen neuen Ansatz zur Verbesserung der Mobilitätsbedürfnisse von jungen Menschen. Im Raum Finsterwalde, der „Sängerstadtregion“, und im Raum Kyritz, der „Kleeblattregion“ analysierten die Jugendlichen in zwei Gruppen die Situation vor Ort und entwickelten daraus konkrete Vorschläge für eine bedarfsgerechte  Mobilitätsplanung. Fachleute aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie des Verkehrswesens begleiteten die Jugendlichen bei der Erhebung und organisierten Diskussionsforen. Im Rahmen des Projektes entstand ein Mobilitätsnetzwerk in beiden Regionen, das erstmals Jugendliche, lokale Verkehrsunternehmen sowie Fachplaner zusammenbringt. Gemeinsam wurden zwei Projekte konzipiert, die auf ein sicheres Mitnahmesystem für Jugendliche in Privatfahrzeugen unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel setzt.

BioEnergiedorf 

Die Akademie für Nachhaltige Entwicklung aus Mecklenburg-Vorpommern hat sich zum Ziel gesetzt, eine regionale Wertschöpfungskette durch die nachhaltige Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien im ländlichen Raum auf den Weg zu bringen. In der ersten Projektphase wurde eine übergreifende Netzwerkstruktur für Bioenergiedörfer in Westmecklenburg entwickelt und ein Konzept für die Gründung einer Genossenschaft erstellt. Die Genossenschaft soll Dienstleistungen für die Entwicklung, die Finanzierung und den laufenden Betrieb von Bioenergiedörfern bereitstellen und wird in Ergänzung und Kooperation mit Stadtwerken und Unternehmen der Region auch eigene erneuerbare Energieanlagen aufbauen und betreiben. Mit dem Projekt sollen neue Einkommensquellen, Arbeitsplätze und Teilhabemöglichkeiten an dem wirtschaftlichen Erfolg erschlossen werden und Raum für eine selbstbestimmte Gestaltung des Arbeits- und Lebensumfeldes durch die Bevölkerung geschaffen werden.

Aktivierungs- und Integrationszentrum Greifswald

Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e. V. entwickelte ein Konzept für die Errichtung eines Aktivierungs- und Integrationszentrums für ältere Menschen in und um Greifswald (AIZ). Rund um eine Frischekantine mit frisch gekochtem Essen aus regionalen Produkten werden den Besuchern des Zentrums eine Vielzahl von weiteren Dienstleistungen wie Amts- und Polizeiberatung, Friseur, Sport, Freizeitaktivitäten und Gesundheitsversorgung angeboten. Zur Stärkung der Mobilität der Senioren, die die Einrichtung besuchen, soll ein Shuttle eingerichtet werden. Der Shuttle wird für die Besucher einen Transport von Haustür zu Haustür ermöglichen und darüber hinaus auch weitere Fahrten wie jene zum Arzt anbieten. Schließlich soll die Eingliederung psychisch kranker Menschen in den Arbeitsmarkt durch Beschäftigung im Aktivierungs- und Integrationszentrum unterstützt werden.

Kita Mobil

Die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Altmarktkreis-Salzwedel hat sich zum Ziel gesetzt, eine wirtschaftlich tragfähige und hochqualitative Kinderbetreuung in der Fläche anzubieten. Über drei Projektsäulen „Finanzierungswandel“, „Mobilitätswandel“ und „Pädagogischer Wandel“ wurden Lösungen erarbeitet, die den demografischen und strukturellen Veränderungsprozessen Rechnung tragen.  Die konzipierte neue Finanzierungsstruktur sieht eine Mischfinanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln vor und bezieht ehrenamtliche Leistungen mit ein. Damit sollen der Gestaltungsspielraum für die einzelnen Einrichtungen erweitert und eine höhere Finanzautonomie angestrebt werden. Zur Steigerung der Qualität in der pädagogischen Arbeit wurde unter Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Weiterbildungskonzept erarbeitet. Die bessere Erreichbarkeit der Einrichtungen und Entlastung der Eltern soll durch ein gemeinsam mit dem lokalen Verkehrsunternehmen entwickeltes Modell für Hol- und Bringedienste von Tür zu Tür für Kita- und Krippenkindern vorangebracht werden. Durch die innovativen Ansätze in der Kinderbetreuung und der Verbesserung der Erreichbarkeit der Einrichtungen will die Verbandsgemeinde junge Familien in der Region halten und neue Familien gewinnen.

Partner_Stadt

Die Stadtverwaltung Oelsnitz/Erzgebirge entwickelte mit drei Nachbargemeinden ein Konzept zur Integration der Senioren (65+) der Region in alle Bereiche des täglichen Lebens. Insbesondere geht es darum, die Senioren aktiv und nachhaltig in die Bereitstellung unterschiedlicher und regional bedeutsamer Daseinsvorsorgeangebote einzubeziehen. In Betracht kommen Leistungen für alle Generationen vom Kind bis zum älteren Pflegebedürftigen. Konkret wurden als erste Tätigkeitsbereiche unter anderem die Bereiche Ausbildungs-/Berufseinstiegsbegleitung, Nachhilfe, Kranken- und Altenbetreuung, Stadttourismus sowie Hortbetreuung identifiziert. Zur Umsetzung des Projekts ist die Gründung eines Vereins geplant, der als Schnittstelle zwischen den Leistungsanbietern (Senioren) und Leistungsempfängern (soziale Bereiche, Wirtschaft) wirkt. Vorgesehen ist, dass der Verein einen Seniorenfonds einrichtet, aus dem die aktiven Senioren eine angemessene, über die Erstattung von Fahrtkosten etc. hinausgehende Aufwandsentschädigung erhalten. Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, über das bürgerschaftliche Engagement zu aktivieren und den Prozess des Für- und Miteinanders zu befördern.

Weiterführende Informationen

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