3. Deutsch-deutsche Städtepartnerschaften – ein Erfolgsmodell für Europa?

Ostbeauftragte Iris Gleicke: „Städtepartnerschaften haben eine große Zukunft“

Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, hat auf dem am 20. und 21.05.2015 in Berlin stattgefundenen Städtepartnerschaftskongress die besondere Bedeutung der deutsch-deutschen Städtepartnerschaften für den Einigungsprozess hervorgehoben.

Iris Gleicke auf dem Städtepartnerschaftskongress in Berlin, Quelle: Ole Bader/sandwichpicker.com
Iris Gleicke auf dem Städtepartnerschaftskongress in Berlin
© Ole Bader/sandwichpicker.com
Iris Gleicke auf dem Städtepartnerschaftskongress in Berlin

Es sei „die den Bürgern am nächsten stehende kommunale Ebene“ gewesen, die „einen bedeutenden Teil der konkreten Ausgestaltung des Einheitsprozesses übernommen“ habe. Gleicke betonte, bei derartigen Partnerschaften gehe es „nie nur um den Austausch von verwaltungsrechtlichem und -technischem Knowhow, sondern auch und vor allem um ein gegenseitiges Kennenlernen und um ein besseres Verständnis“.

In dem Partnerschaftskongress werden die Anfänge, aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen von deutsch-deutschen und europäischen Städtepartnerschaften beleuchtet. Expertinnen und Experten stellen ihre Arbeit vor und diskutieren in Fachforen. Der Kongress nimmt das Potenzial europäischer Kooperationen in den Blick und setzt Impulse zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben, denen sich Kommunen heute und künftig stellen. Erwartet werden Beiträge aus Jena, Erlangen, Frankfurt/Main, Köln, Leipzig, Wuppertal, Košice, Polen, der Türkei, Frankreich, der Ukraine und Berlin.

In ihrer Einführungsrede warf die Ostbeauftragte Gleicke einen Blick zurück auf 25 Jahre deutsch-deutsche Städtepartnerschaften, berichtete aus eigenem Erleben, wie wichtig die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Ost- und Westkommunen beim Aufbau kommunaler Strukturen in den neuen Ländern Anfang der 1990er Jahre war und gab einen Ausblick auf kommende Herausforderungen für die Städte und Kommunen. Der zweite Kongresstag widmet sich der europäischen Dimension von Städtepartnerschaften. Für Iris Gleicke ist das ein gelungenes Konzept: „Dieser Kongress schwelgt nicht in Erinnerungen. Er zeigt im Gegenteil, dass die Idee der Städtepartnerschaft nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine große Zukunft hat.“

Im Nachgang zum Städtepartnerschaftskongress ist eine Publikation mit allen Kongressbeiträgen geplant.

Der Kongress ist Teil der von der Ostbeauftragten unterstützten Veranstaltungsreihe „Alte Länder neue Länder – Deutschland in Europa, Gedanken, Herausforderungen, Perspektiven“.