Pressemitteilung
04.11.2013

VII. Kongress "Frauen machen Neue Länder": Erfolgreich in Wissenschaft und Forschung

Am 4. November 2013 in Jena

Erfolgreiche Wissenschaftlerinnen aus Thüringen standen im Mittelpunkt des VII. Kongresses "Frauen machen Neue Länder", zu dem der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, nach Jena eingeladen hat. Die zentralen Fragen der Veranstaltung waren: Was zeichnet diese Wissenschaftlerinnen aus und wie haben sie in Ostdeutschland Karriere gemacht? "Einiges riskiert und viel gewonnen", so lässt sich beispielsweise der Berufsweg der 35-jährige Juniorprofessorin für Internationales Konfliktmanagement, Solveig Richter, zusammenfassen. Auch Sylvia Schade-Dannewitz, die 1999 mit 36 Jahren die erste Professur an der neu gegründeten Fachhochschule Nordhausen übernahm, hat bereits sehr viel erreicht, ebenso wie die Ökonomin Gabriele Beibst, die zur Rektorin an der Ernst-Abbe-Fachhochschule in Jena berufen wurde.

Tatsache ist aber auch, dass Frauen an deutschen Hochschulen weiterhin wesentlich seltener Karriere machen als Männer. Und das, obwohl heute mehr Frauen als Männer ihr Studium erfolgreich abschließen und immerhin noch fast genauso viele Akademikerinnen wie Akademiker promovieren. Bundesweit wird nur jede vierte Professorenstelle von einer Frau besetzt, in Thüringen nur jede fünfte. Was sind die Gründe dafür? Was muss sich im Wissenschaftsbetrieb ändern? Wie können mehr Frauen für Führungspositionen gewonnen werden? Darüber wurde heute in Jena diskutiert. Die breit ausgebaute Forschungslandschaft, die flachen Hierarchien an den Hochschulen und beste Betreuungsangebote für Kindern und Familien sind eine gute Basis, um in Thüringen eine wissenschaftliche Karriere zu starten.

Mit der Kongressreihe "Frauen machen Neue Länder" würdigt der Beauftragte der Bundesregierung seit 2008 das große Engagement von Frauen in und für Ostdeutschland und bietet ihnen einen Ort, Erfahrung auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.