Pressemitteilung
27.10.2011

"Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!"

"Die ostdeutschen Bundesländer zeigen schon heute, wie der demografische Wandel durch kreative und unkonventionelle Handlungsmodelle zu bewältigen ist." Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!", die heute in Leipzig vorgestellt wurde. Der Studie zufolge bieten die schrumpfenden Regionen trotz aller Herausforderungen besondere Chancen und Raum für ungewöhnliche Ideen: Insbesondere Frauen nutzen die Veränderungsprozesse und werden zu wichtigen Schlüsselpersonen bei der Gestaltung der Gesellschaft von morgen: Sie knüpfen starke Netzwerke, tragen soziale Verantwortung und begegnen strukturellen Hürden mit unkonventionellen und kreativen Lösungen.

Die Erkenntnis, dass es dabei auf das Engagement jeder einzelnen Frau ankommt, motiviert vor allem auch "Rückkehrerinnen": qualifizierte junge Frauen, die nach Ausbildung oder Studium zurück in ihre Heimatorte gehen und mit neuen Ideen das Ruder übernehmen. Daneben gibt es aber auch die experimentierfreudigen Frauen, die aus dem Westen oder ostdeutschen Großstädten den ländlichen Raum für sich entdecken. Ältere Frauen spielen in den Neuen Bundesländern vor allem in Politik und Verwaltung eine bestimmende Rolle.
Die Studie wurde im Rahmen des Kongresses "Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!" vorgestellt. Sie umfasst die Auswertung von Sekundäranalysen und eigene quantitative und qualitative Erhebungen. Dazu gehört eine offene Online-Befragung zu Lebensbedingungen und Lebensrealitäten von Frauen in schrumpfenden Regionen der neuen Bundesländer. 371 Frauen aus den neuen Bundesländern haben an der Studie teilgenommen, davon 250 aus ländlichen Regionen sowie Klein- und Mittelstädten Ostdeutschlands. Darüber hinaus stellt die Studie 14 Frauen in Portraits vor, die mit ihren Projekten und Unternehmen in unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen und Gesellschaftsbereichen direkt auf den demografischen Wandel reagieren und positive Veränderungsprozesse vorantreiben: ob mobile Zahnärztin, Gründerin einer freien Schule oder Projektleiterin einer Bioenergie-Region – die Beispiele zeigen, dass Eigeninitiative, Engagement und Kooperation im demografischen Wandel immer wichtiger werden.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, unterstützt und würdigt die Aktivitäten der ostdeutschen Frauen mit der Kongressreihe "Frauen machen Neue Länder". Vor- und Querdenkerinnen, Macherinnen und kreative Köpfe aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst haben hier Gelegenheit, sich auszutauschen.

Nachdem der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer das Kongressformat vier Jahre lang etabliert hat, erklärte Frau Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerin für Justiz und Gleichstellung in Sachsen-Anhalt, die grundsätzliche Bereitschaft Sachsen-Anhalts, das Thema "Frauen machen Neue Länder" im kommenden Jahr fortzuführen. Über die gemeinsame Zusammenarbeit werden sich Sachsen-Anhalt und der Beauftragte im Anschluss an den Kongress verständigen.

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