Pressemitteilung
04.11.2010

"Frauen machen Neue Länder" - Frauenkarrieren in Ostdeutschland

"Ostdeutsche Frauen und ostdeutsche Männer bleiben dabei: Berufliche Entwicklung beider Partner und Kinder gehören zum gemeinsamen Lebensglück." Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Das volle Leben! Frauenkarrieren in Ostdeutschland", die heute in Leipzig vorgestellt wurde. Der Studie zufolge haben Frauen und Männer in Ostdeutschland einen Gleichstellungsvorsprung: Männer im Osten sind mit der Normalität aufgewachsen, dass Frauen vollberufstätig und Kinder selbstverständlich sind. Diese Normalität zeichnet die ostdeutschen Partnerschaften aus.

Ein besonderes Anliegen des Beauftragten der Bundesregierung für die ostdeutschen Bundesländer, Dr. Thomas de Maizière, ist es, Frauen das Miteinander von Arbeit und Familie zu erleichtern. Für selbstbestimmte Lebensentwürfe von Frauen in Ost- und Westdeutschland werden neue Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten gebraucht. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung werden die bereits angestoßenen Veränderungsprozesse in Gesellschaft und Arbeitswelt künftig stärker von den Frauen beeinflusst. "Der Blick in die Studie macht deutlich: Die große Mehrheit der Frauen in den ostdeutschen Ländern hat ohne großes Aufhebens und trotz aller Strukturprobleme einen Neuanfang gemacht, ohne sich zu verleugnen und ihre eigenen Ziele aufzugeben", so de Maizière. 

Die Studie wurde im Rahmen des Kongresses "Frauen machen Neue Länder - Frauenkarrieren in Ostdeutschland" vorgestellt. Sie umfasst die Auswertung von Sekundäranalysen und eigene quantitative und qualitative Erhebungen. Dazu gehört eine offene Online-Befragung zu gewünschten und gelebten Familienmodellen sowie Einschätzungen zu Karrierechancen und Karrierehindernissen von Frauen. 655 Personen aus den neuen und alten Bundesländern haben an der Studie teilgenommen. Darüber hinaus wurden 14 qualitative Interviews mit Frauen in Führungspositionen gemacht. Dabei wurden insbesondere die Rahmenbedingungen für ihren persönlichen Aufstieg beleuchtet. 

Auf dem Kongress haben Vor- und Querdenkerinnen, Macherinnen und kreative Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst über ihren Weg zum Erfolg berichtet. Im Zentrum stand dabei der Dialog zwischen Vorbildfrauen aus der Mitte des Berufsalltags und jungen Nachwuchskräften. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Thomas de Maizière, und seine Frau, Martina de Maizière, Organisationsberaterin in Dresden, erzählten von ihren Erfahrungen und Eindrücken: 20 Jahre Leben und Arbeiten in den Neuen Bundesländern.

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