Pressemitteilung
03.09.2010

Bundesinnenminister startet Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe"

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat heute in seiner Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Länder den Startschuss für das neue Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" gegeben.

Mit dem Programm fördert das Bundesministerium des Innern von heute an Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Bundesinnenminister de Maizière will mit dieser Initiative eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Gemeinwesenkultur unterstützen, in der extremistische und verfassungsfeindliche Strömungen keinen Platz finden. Das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" läuft zunächst bis 2013. Es hat ein Fördervolumen von 18 Millionen Euro.

"Demokratische Teilhabe", so Thomas de Maizière, "bedeutet aktives Mitglied der Gesellschaft zu sein, sie in ihrer Veränderung mitzugestalten und dabei ihre  Vielfalt als Chance zu begreifen. Unser  Ziel ist es, im Bewusstsein unserer Gleichwertigkeit und mit Respekt vor den Unterschiedlichkeiten, die uns prägen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft miteinander zu sichern."

Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: An der Basis. Dementsprechend richtet sich das Programm insbesondere an Städte und Gemeinden in den Neuen Bundesländern, die von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen wie z.B. Abwanderung oder demografischem Wandel besonders betroffen sind. 

Die Unterstützung erfolgt im Rahmen von drei Schwerpunkten:

  1. Förderung von Mitarbeitern in Vereinen, Verbänden und Gemeinden in ihrer Tätigkeit mit dem Ziel, dass sie als Multiplikatoren bürgerschaftlichen Engagements agieren können.
  2. Förderung von Bürgerbündnissen und -initiativen in strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands, die das demokratische Engagement und zivilgesellschaftliche Kooperationen vor Ort stärken.
  3. Förderung von Modellprojekten zur Stärkung von Teilhabe und Engagement. Ziel ist die Entwicklung von neuen Ansätzen zur Stärkung demokratischer Teilhabe.

Die Unterstützung wird sowohl finanzieller als auch inhaltlicher Art sein. Die unterstützten Projekte werden kontinuierlich von Fachleuten begleitet. Ziel ist, die nachhaltige und qualitative Wirkung der geförderten Projekte auch über die Laufzeit hinaus zu gewährleisten.

In der ersten Förderrunde können Anträge ab dem 3. September 2010 gestellt werden. Antragsschluss ist der 31. Oktober 2010. Eine zweite Förderrunde wird im I. Quartal 2011 durchgeführt werden. Mit der Durchführung des Programms wurde die Bundeszentrale für politische Bildung beauftragt.

Weitere Informationen zu den einzelnen Fördermöglichkeiten und den Anträgen finden Sie unter nebenstehendem Link.

Weiterführende Informationen

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