Pressemitteilung
29.04.2010

Hochtechnologiestandort Ostdeutschland attraktiv für amerikanische Investoren

Deutschland ist für US-Unternehmen der attraktivste Standort in Europa. Die jüngste Veröffentlichung des AmCham Business Barometer weist Deutschland aufgrund der hohen Produktivität, qualifizierter Mitarbeiter, exzellenter Forschung und Entwicklung sowie verlässlicher Produktqualität als führenden Investitionsstandort aus. Mit ca. 300 US-Unternehmen sind die USA auch wichtigster Investor in den neuen Bundesländern. Auf die besonderen Chancen, die sich amerikanischen Unternehmen vor allem in Ostdeutschlands Hochtechnologiesektoren bieten, geht eine Veranstaltung von Germany Trade & Invest mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am 29. April in Washington, DC, ein.

Das Interesse amerikanischer Firmen an Deutschland bleibt hoch. 80 Prozent der im aktuellen AmCham Barometer befragten US-Investoren nennen Deutschland sogar als Schwerpunktland für künftige Investitionen in Europa. Die Größe des Marktes und die trotz Krise unverändert hohe Binnennachfrage sind dabei weitere wichtige Argumente für ein Engagement der Amerikaner am Standort. Gerade das große Wachstumspotenzial in den neuen Bundesländern, verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen, eine ausgezeichnete Infrastruktur und die Konzentration auf Hochtechnologiebranchen spielen bei der Investitionsentscheidung für Ostdeutschland eine zentrale Rolle.

Dr. Thomas de Maizière, Bundesinnenminister und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, und Germany Trade & Invest empfangen amerikanische Unternehmensvertreter zu einem Investorenfrühstück am 29. April in Washington, D.C. Während seiner zahlreichen politischen Stationen, u.a. als Teilnehmer der Verhandlun­gen zur Wiedervereinigung, war de Maizière maßgeblich daran betei­ligt, den Rahmen für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands zu setzen. Er wird über die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft und Geschäftsmöglichkeiten in Hochtechnologiesektoren sprechen. Schwer­punkte sind die Sicherheits-, Informations- und Kommunikations­technologien sowie die optische Industrie.

Der Bundesinnenminister: "Die ostdeutschen Bundesländer gehören zu den wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Mit ihrer ausgezeichneten Infrastruktur für Forschung und Entwicklung sowie ihren zahlreichen Industrie- und Hochtechnologieclustern bieten sie wissensbasierten und technologieintensiven Unternehmen hervorragende Investitionsmöglichkeiten."

Deutschland hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Attraktivität für ausländische Investitionen gewonnen und steht heute auf Platz fünf der weltweiten Ansiedlungsstatistik. Allein die Hälfte der von Germany Trade & Invest im vergan­genen Jahr betreuten Projekte geht in die neuen Bundesländer. Die Entstehung international führender Hochtechnologiecluster in so unterschiedlichen Sektoren wie erneuerbare Energien, Sicherheitstech­nologien, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), gedruckte Elektronik und optische Technologien haben dazu beigetragen, dass Ostdeutschland heute zu den bevorzugten Regionen für Investitionen zählt. So stellt beispielsweise das Photovoltaik-Cluster "Solar Valley" die größte Konzentration von Solarunternehmen weltweit dar und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab - von Forschungseinrichtungen über Zulieferer bis hin zu Produzenten.

Die IKT-Branche bleibt ebenfalls attraktiv für amerikanische Unternehmen. Als Innovationstreiber ist die Industrie für 80 Prozent der deutschen Innovationen in anderen Industrien verantwortlich. Gerade in dem damit eng verbundenen Wachstumssegment der Sicherheitstechnologien bieten sich für amerikanische IT-Unternehmen sehr gute Einstiegschancen. Allein in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg hat sich ein Cluster aus mehr als 40 öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen etabliert. Prognosen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sehen für die Branche ein Marktwachstum von mehr als 50 Prozent bis 2015 voraus.

Aber auch die optischen Technologien bieten attraktive Möglichkeiten für ein Engagement internationaler Unternehmen. In Thüringen haben sich mehr als 160 Unternehmen der Branche angesiedelt, darunter Traditionsunternehmen wie Carl Zeiss, Schott und Jenoptik. Sie setzen jährlich mehr als zwei Mrd. Euro um. Neben dem heimischen Markt wird insbesondere das Ausland bedient – die Exportquote liegt bei 59 Prozent. Der Standort genießt auch deshalb die Gunst ausländischer Investoren, weil das Cluster eine ausgezeichnete Zusammenarbeit von F&E, Zulieferindustrie und Herstellern ermöglicht. 

Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.