Meldung
12.11.2015

Podiumsdiskussion: „Das ist ausgezeichnet. Wie innovativ ist Deutschland?“

Podiumsdiskussion

Abschlussveranstaltung der Reihe „Alte Länder, neue Länder – gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven“

Dr. Dietmar Gollnik, Iris Gleicke, Mario Ohoven, Dr. habil. Gunthard Bratzke, Ralf Geißler; Quelle: Deutsche Gesellschaft
Dr. Dietmar Gollnik, Iris Gleicke, Mario Ohoven, Dr. habil. Gunthard Bratzke, Ralf Geißler
© Quelle: Deutsche Gesellschaft
Dr. Dietmar Gollnik, Iris Gleicke, Mario Ohoven, Dr. habil. Gunthard Bratzke, Ralf Geißler

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Das ist ausgezeichnet. Wie innovativ ist Deutschland?“ bildete den Abschluss der von der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Länder geförderten Veranstaltungsreihe „Alte Länder, neue Länder – gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven“ der Deutschen Gesellschaft e.V. Durchgeführt wurde diese Veranstaltung am 12. November 2015 in Kooperation mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband.

Auf dem Podium saßen neben der Ostbeauftragten und Parlamentarischen Staatssekretärin Iris Gleicke der Geschäftsführer des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH, Dr. habil. Gunthard Bratzke; der Vorsitzende der Geschäftsführung von E*message, Dr. Dietmar Gollnick; und der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven. Diskutiert wurden u. a. folgende Fragen: In welchen Bereichen sind deutsche Mittelständler führend? Welche Trends ließen sich seit der Wiedervereinigung beobachten? Welche Unterschiede bestehen zwischen ost- und westdeutschen Mittelständlern?

Der Moderator Ralf Geißler, der als Wirtschaftsredakteur für den MDR tätig ist, stellte zunächst die Frage, welches die wichtigste Erfindung der letzten 50 Jahre sei. Bei den Diskutanten bestand Einigkeit, dass diese Rolle der Industrie 4.0 zukomme, wenngleich diese noch in der Entwicklung sei. Deutschland sei Innovationsweltmeister, in vielen Gebieten weltweit führend und damit grundsätzlich gut aufgestellt.

In Ostdeutschland gebe es einige aus der dortigen Wirtschaftsstruktur resultierende Besonderheiten und Nachteile. Die niedrige Anzahl der Patentanmeldungen in Ostdeutschland hinge zum Beispiel auch damit zusammen, dass die Anmeldung oft am Sitz der Unternehmenszentralen erfolge, der in der Regel in den alten Ländern liege.

Wichtig sei es auch, so Iris Gleicke, schon bei jungen Menschen den Unternehmergeist zu wecken - in diesem Zusammenhang wies sie auf den von ihrem Ministerium geförderten Wettbewerb „SCHULEWIRTSCHAFT“ hin. Insgesamt müsse der Osten neue Wege gehen, um mehr Wachstum zu generieren. Innovationen seien dazu ein wichtiger Schlüssel.

Mario Ohoven sah vor allem in der Bürokratie ein Hemmnis für Innovationen und empfahl, den Weg des Bürokratieabbaus konsequent weiter zu verfolgen. Außerdem sprach er sich für mehr Kooperationen mit ausländischen Partnern aus.

Insgesamt bestand aber Einigkeit, dass der Blick in die Zukunft auch unter Berücksichtigung der noch bestehenden Herausforderungen positiv ausfällt.