Meldung
29.09.2015

„Wie geht Erfolg? Ost- und westdeutsche Leuchttürme der Wirtschaft“

Unter dem Motto „Wie geht Erfolg? Ost- und westdeutsche Leuchttürme der Wirtschaft“ eröffnete die Ostbeauftragte  Iris Gleicke am 1. September 2015 in Halle in den Räumlichkeiten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) mit ihrem Grußwort eine Podiumsdiskussion.

Iris Gleicke mit Teilnehmern auf der Podiumsdiskussion in Halle; Quelle: Deutschen Gesellschaft e.V.
Ostbeauftrage der Bundesregierung Iris Gleicke
© Deutschen Gesellschaft e.V.
Iris Gleicke mit Teilnehmern auf der Podiumsdiskussion in Halle

Unter dem Motto „Wie geht Erfolg? Ost- und westdeutsche Leuchttürme der Wirtschaft“ eröffnete die Ostbeauftragte  Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie am 1. September 2015 in Halle in den Räumlichkeiten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) mit ihrem Grußwort eine Podiumsdiskussion. Diese Veranstaltung gehört zu einer Veranstaltungsreihe „Alte Länder, Neue Länder – gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven“, die die Ostbeauftragte  in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft initiiert hat. Anlass hierfür sind die besonderen Jahre  2014 und 2015, in denen wir den Fall der Mauer und die friedliche deutsche Wieder­vereinigung zum 25. Mal feiern. 

Zu Beginn skizzierte der stellvertretende Präsident des IWH Prof. Dr. Oliver Holtemöller die Frage, wie Ostdeutschland attraktiver für qualifizierte Arbeitskräfte gestaltet werden kann, wie die schulische Ausbildung verbessert und wie die Arbeitslosenquote gesenkt werden könnte. 

Gleicke betonte, dass Investitionen, Innovation und Internationalisierung zur Förderung der ostdeutschen Wirtschaft im Vordergrund stehen müssen und die bereits erfolgte deutliche Annäherung Ost- an Westdeutschland nicht gering geschätzt werden dürfe. 

Die Stadt Jena gilt gemeinhin als Leuchtturmstadt. Wilfried Röpke, Geschäftsführer Jenawirtschaft, stellte daher einen Vergleich zu ähnlich großen Städten in Westdeutschland an. Jena sei aufgrund idealer Bedingungen ein interessanter Standort für Unternehmen und für die Wissenschaft. Als Blaupause für andere Regionen könne es aber nicht dienen. Dennoch seien hier nach der Wiedervereinigung die richtigen Entscheidungen getroffen worden, deren Erfolg sich allerdings erst nach über 10 Jahren gezeigt habe. 

Die anschließende Diskussion mit Markus Kopp, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafen Leipzig, Dr. Gerhard Heimpold, IWH und Hartmut Möllring, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft des Landes Sachsen-Anhalt belegte, dass die Rahmenbedingungen vor Ort  eine zentrale Rolle spielen. Investoren benötigen eine herausragende Infrastruktur und wenig Bürokratie. Hingegen würden Investitionsentscheidungen immer weniger von möglichen Fördermitteln beeinflusst.

Heimpold plädiert dafür,  Entscheidungen über die Etablierung neuer Unternehmen Regionen spezifisch und länderübergreifend zu treffen. Man könne dies am Erfolg des Flughafens Leipzig/ Halle sehen. Regionale Synergien sollten erkannt, genutzt und ausgebaut werden. 

Die Ostbeauftragte ergänzt: „Wir müssen uns noch besser aufstellen und uns auch für Industrie 4.0 fit machen.“  Da die Halbwertszeit von Produkten immer schnelllebiger werde sei es wichtig die Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation aufrechtzuerhalten.