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10.10.2013

Ostbeauftragter bei Tagung der Medienprojekte des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe"

Bundesprogramm unterstützt die Entwicklung von Formaten für eine aktive Beteiligung am öffentlichen Diskurs von Bürgerinnen und Bürgern auf dem Land.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, eröffnete am 7. Oktober in Berlin die Fachtagung "Zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivierung demokratischer Kommunikation im ländlichen Raum" des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe".

Im ländlichen Raum sind viele Medien, die regionale Themen behandelt haben, heute nicht mehr in der Breite vorhanden.

Vier Projekte, die vom Bundesprogramm unterstützt wurden, haben sich deshalb zwei Jahre lang in neun unterschiedlichen Regionen modellhaft mit Kommunikationsprozessen und Medien im ländlichen Raum in Ostdeutschland befasst. Dabei wurden über verschiedene Formate mögliche Alternativen entwickelt und erprobt, wie Bürgerinnen und Bürger wieder am Geschehen vor Ort beteiligt werden können.

Verschiedene Bürgermedien wurden entwickelt, neue Kommunikationswege ausprobiert und empirische Befunde gesammelt. Ergebnis sind kreative Ideen für eine demokratische Öffentlichkeit wie zum Beispiel Bürgerzeitungen, interaktive Bustouren über die Dörfer oder die Sammlung von Lebensgeschichten.

Dr. Bergner hob bei seiner Eröffnungsrede den partizipativen Projektansatz hervor: "Unsere Modellprojekte sind direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Austausch getreten und haben versucht, sie am öffentlichen Diskurs zu beteiligen. Das ist Teilhabe im ganz klassischen Sinn." Zugang zu Informationen und die Möglichkeit zur Kommunikation seien wesentliche Grundlagen für politische und gesellschaftliche Teilhabe. "Nur so können sich Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit kommunalen Themen auseinandersetzen und diese mitgestalten", so Dr. Bergner weiter.

Auf der Fachtagung diskutierten die vom Bundesprogramm geförderten Initiativen mit einem Fachpublikum über die Ergebnisse ihrer zweijährigen Arbeit. Ziel der Tagung war es, die praktischen Erfahrungen der Modellprojekte mit wissenschaftlicher Expertise zusammenzuführen. Die Projekte wurden durchgeführt von der Amadeu Antonio Stiftung, der Jugendpresse Deutschland, des IBI - Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft sowie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.

Organisiert wurde die Fachtagung vom IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft.

Weitergehende Informationen zur Fachtagung, zum Bundesprogramm Zusammenhalt durch Teilhabe und zu den Projekten erhalten Sie über die nebenstehenden Links.