Nachricht
04.10.2013

Tag der deutschen Einheit 2013

"Der Tag der deutschen Einheit erinnert uns daran, dass man Demokratie und Freiheit immer wieder erkämpfen muss," sagte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 3. Oktober in Stuttgart.

"Der Tag der Deutschen Einheit bietet jedes Jahr einen guten Anlass, sich vor Augen zu führen, dass die Menschen für die Freiheit und das Zusammenwachsen der Länder einen hohen Preis gegeben haben, der heute Früchte trägt. Die 'blühenden Landschaften' die einst Helmut Kohl versprochen hat, z.B. in Erfurt, in Jena oder in Dresden, sind inzwischen Wirklichkeit geworden. 23 Jahre später sind die neuen Länder in Deutschland sehr gut integriert." Mit diesen Worten legte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich in Stuttgart zum 23. Tag der Deutschen Einheit den Akzent auf die Chancen, die sich die Menschen in Deutschland durch die Wiedervereinigung eröffnet haben.

"Die Wiedervereinigung ist und war Höhepunkt meines politischen Lebens und bleibt bis heute ein überwältigendes Erlebnis," sagte der Bundesinnenminister.

Für die in der Mitte der achtziger Jahre Geborenen sei die deutsche Einheit heute eine Selbstverständlichkeit und die Teilung unvorstellbar. "Wir befinden uns in einem Prozess des Zusammenwachsens, der weiter voranschreitet. Heute treten viele junge Leute den Weg umgekehrt von Westen nach Osten an und gehen nach Leipzig, Jena, oder Dresden, um dort zu studieren oder zu arbeiten," sagte Friedrich.

Inzwischen stelle der demografische Wandel Politik und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. So zögen viele junge Leute in die Städte. Diese Entwicklung habe in Ostdeutschland stärker und früher begonnen als im Rest der Republik und fordere daher kreative Lösungen für die Zukunft, an denen gemeinsam gearbeitet werde.

Anschließend würdigte Bundesinnenminister Friedrich die gewachsene Solidargemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger. Die gegenseitige Unterstützung der Menschen untereinander, insbesondere bei der Flutkatastrophe, seien beeindruckend gewesen. "Wir haben in Deutschland ein sehr solidarisches Gesellschaftssystem", lobte der Minister. Dies zeige sich in dem ehrenamtlichen Engagement von ca. 23 Millionen Menschen bundesweit.

Das Bundesministerium des Innern gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Länder beteiligt sich traditionell am Tag der Deutschen Einheit mit einem großen Informationsstand, ein Angebot der Bundesregierung zum Dialog, das tausende Besucher in Stuttgart auf dem Bürgerfest gerne genutzt haben.