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02.05.2013

"Die ostmitteleuropäischen Freiheitsbewegungen 1953-1989. Opposition, Aufstände und Revolutionen im kommunistischen Machtbereich"

Konferenz am 25. /26.04.2013 in Berlin

60 Jahre nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR würdigten Zeitzeugen, Wissenschaftler, Journalisten und Publizisten aus den ehemaligen Ostblockstaaten die Bedeutung dieses Ereignis. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob es sich bei den nachfolgenden Erhebungen im kommunistischen Machtbereich um jeweils nationale Entwicklungen handelte, oder ob sie - in einer gemeinsamen Perspektive - Teile einer zusammen hängenden europäischen Freiheitsbewegung waren. Erörtert wurde weiter, welchen Einfluss das auf die erfolgreichen friedlichen Transformationsprozesse von 1989/90 hatte.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, stellte in seinem Grußwort dazu fest: "Dieses erste, entschlossene Aufbegehren mutiger Bürgerinnen und Bürger in der DDR gegen den von der Sowjetmacht installierten und getragenen kommunistischen SED-Staat um den 17. Juni 1953 setzte ein nachhaltig wirkendes politisches Signal. Ihr Ruf nach Demokratie, Bürgerrechten und Freiheit markiert den Beginn der nachfolgenden Freiheitsbewegungen in den Staaten des Ostblocks. Er ist der Anfang von Opposition, Aufständen und Revolutionen im kommunistischen Machtbereich, die – erst viel später, 1989/90 - schließlich und endlich mit der Implosion und dem vollständigen Zusammenbruch der sowjetischen Hemisphäre ein befreiendes Ende fanden".

Zur Konferenz eingeladen hatten die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Deutsche Gesellschaft e.V. und das Collegium Hungaricum.
Zu den Referenten gehörten u. a. auch der Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Rudolf Jindrák, Dr. Andreas Schmidt-Schweizer von der Ungarischen Akademie der Wisssenschaften sowie der Leiter des Willy Brandt Zentrums Breslau, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz.

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