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30.01.2013

Das Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ) ist eine wichtige Stütze bei der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in den neuen Ländern

"Es ist wichtig, dass wir mit dem MOEZ eine Forschungseinrichtung in den neuen Ländern haben, die sich dem Thema Innovation systematisch und methodisch nähert. Dies hilft, Innovationen verschiedenster Art in der Wertschöpfungskette der neuen Länder zu realisieren." Dies betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Länder, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Bergner, anlässlich seines Besuchs des MOEZ am 24. Januar 2013 in Leipzig.
Das MOEZ forscht in den Bereichen Wissensgesellschaft, Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung. Im internationalen Kontext werden die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Innovation analysiert. So kann der Transfer von Wissen und Technologien verbessert und das Verständnis für die Einbindung von Unternehmen in die globalisierte Wertschöpfung erhöht werden.

Aktuelle Forschungen befassen sich zum Beispiel mit dem Dienstleistungsmarkt für geistiges Eigentum, neuen Entwicklungen und Trends im Wissens- und Technologietransfer sowie Weiten Innovationsbündnissen.

Alle drei Forschungsbereiche haben hohe Relevanz für die neuen Länder. So spielen moderne Dienstleistungen und der Schutz geistigen Eigentums eine gewichtige Rolle, um - etwa im Bereich der Ressourceneffizienten Produktion - Forschungsvorteile am weltweiten Markt platzieren zu können. Die Themen Wissens- und Technologietransfer sowie Weite Innovationsbündnisse erhalten ihre besondere Bedeutung angesichts der kleinteiligen Unternehmensstruktur in Ostdeutschland. Für kleine und mittlere Unternehmen ist es vielfach überlebensnotwendig, ihre Dienstleistungen und Produkte in regionalen oder überregionalen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen weiter zu entwickeln. Das bessere Verständnis dieser Kooperationen kann Unternehmern und Politikern helfen, das eigene Handeln strategisch auszurichten und die Handlungen von nationalen und internationalen Partnern einzuschätzen.

Entgegen des ursprünglichen Auftrags, die Analysen des MOEZ auf Mittel- und Osteuropa zu beschränken, erforscht das Institut heute weltweit aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Forschung und Innovation. Diese Ausweitung des Auftrags wurde von Staatssekretär Dr. Bergner ausdrücklich gelobt. "Ostdeutschland kann nicht auf die Funktion einer Transferregion zwischen Mittel- und Osteuropa reduziert werden. Unternehmen und Forschungseinrichtungen der neuen Länder sind vielmehr Partner im weltweiten Wertschöpfungsprozess. Nur ein weltoffenes Leitbild der neuen Länder ist zeitgemäß und zukunftsfähig."