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12.08.2010

Grenzgänge im Eichsfeld

Auch abseits der Metropolen lässt sich entdecken, wie 20 Jahre Deutsche Einheit das Land wieder zusammen gebracht haben, Wunden - sichtbar und unsichtbar - geheilt haben und das Trennende, die innerdeutsche Grenze, den Eisernen Vorhang überwunden haben. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière lud deshalb am 12. und 13. August 2010 zu "Grenzgängen" ins Eichsfeld ein.

Auch abseits der Metropolen lässt sich entdecken, wie 20 Jahre Deutsche Einheit das Land wieder zusammen gebracht haben, Wunden - sichtbar und unsichtbar - geheilt haben und das Trennende, die innerdeutsche Grenze, den Eisernen Vorhang überwunden haben. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière lud deshalb am 12. und 13. August 2010 zu "Grenzgängen" ins Eichsfeld ein. Rund um die ehemalige Grenzregion konnte in Exkursionen, Podiumsdiskussionen und Museumsbesuchen erkundet werden, wie alte Verbindungen wiederbelebt wurden und sich neue Partnerschaften entwickelt haben. Die früher fast unüberwindbaren Grenzanlagen zwischen den beiden deutschen Staaten sind an vielen Orten nicht mehr zu entdecken, die Anlagen sind abgebaut und Mensch und Natur haben den ehemaligen "Todesstreifen" in ein "Grünes Band" verwandelt.

Dabei steht das Motto der Veranstaltung - "Kommunale Erfahrungen mit Teilung und Einheit" - keineswegs nur für den Rückblick in die Vergangenheit. Im Hier und Jetzt wurde am Abend im Rahmen eines Bürgerdialogs im Rathaus von Duderstadt zusammen mit Innenminister de Maizière diskutiert, wie die Erfahrungen aus den letzten 20 Jahren die Zukunft positiv befruchten können. 

In der Diskussion mit dem Bundesinnenminister erinnerten sich die Eichsfelder an die bewegenden Momente im Herbst 1989, als die Menschen im Osten des Landes die Grenze öffneten und ihre Nachbarn im Westen sie mit offenen Armen empfingen. In diesen Tagen zog der „süße Geruch“ der Trabant-Abgaswolken durch Duderstadt. Seither folgten nach der Euphorie der Wiedervereinigung die Mühen der Ebene, die die Bürger in West und Ost bis heute fordern. Aber die Freude über das „einige Eichsfeld“ und die damals entstandenen Freundschaften sind bis heute das feste Fundament nachbarschaftlichen Miteinanders.

So konnte am Ende des Abends getrost betont werden, was Bundesminister Thomas de Maizière in seiner Einladung geschrieben hatte: "Lebendige Geschichte schärft immer auch den Blick für die Zukunft."