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25.05.2010

Zukunftskonferenz Technologietransfer

Am 25. Mai 2010 fand die Zukunftskonferenz Technologietransfer in Ostdeutschland unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer in Berlin-Adlershof statt.

Mit rund 300 Teilnehmern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik fand die Konferenz eine große Resonanz. Gemeinsam wurde diskutiert, wie die Potenziale der wissenschaftlichen und industriellen Forschungsergebnisse stärker genutzt werden können. 

Im Fokus stand der Wissens- und Technologietransfer als Dreh- und Angelpunkt des Innovationsprozesses. Denn erst durch die Übertragung von Forschungsergebnissen und Neuerungen in marktfähige Produkte wird aus der Invention eine Innovation.

Dabei kann auch die Politik unterstützend zur Seite stehen. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Christoph Bergner, betonte in seiner Eröffnungsrede: "Ziel der Bundesregierung ist es, Wissenschaft und Wirtschaft nicht nur bei ihren Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten zu fördern, sondern sie dabei zu unterstützen, sich intelligent zu verknüpfen und frühzeitig die Entwicklung von Umsetzungs- und Vermarktungsstrategien voranzutreiben." 

Ein besonderes Augenmerk wird bei der Förderung auch auf die ostdeutschen Länder gelegt. Bergner lobte die dort seit 1990 stattfindende Entwicklung: "In den letzten 20 Jahren hat sich in den neuen Bundesländern eine leistungsstarke und anwendungsorientierte Forschungs- und Hochschullandschaft entwickelt. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind Innovationsmotor und wesentlicher Treiber der Spitzentechnologien. Die Zahl der innovativen Unternehmen entwickelt sich erfreulich, wachstumsfreudige Unternehmen und Ausgründungen setzen wichtige Impulse bei der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung von Spitzentechnologien." 

Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten aber auch, dass der effiziente und erfolgreiche Wissens- und Technologietransfer keine spezifisch ostdeutsche Herausforderung ist. Da das ostdeutsche Forschungs- und Innovationssystem jedoch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte und seines spezifischen Branchen- und Technologiezuschnitts jedoch andere Voraussetzungen hat, schlagen die Akteure eigene neue Wege in der Produktion und im Austausch von Wissen ein.