Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe"

Ostbeauftragte Iris Gleicke mit Demokratietrainerinnen
Ostbeauftragte Iris Gleicke mit Demokratietrainerinnen
© BMI/Peter van Heesen
Ostbeauftragte Iris Gleicke mit Demokratietrainerinnen

Parlamentarische Staatssekretärin Gleicke trifft sich mit Demokratietrainerinnen

Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke, hat anlässlich der Jahresfachtagung „Zusammenhalt durch Teilhabe“ die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements unterstrichen.

Die Ostbeauftragte: „Die beständige Arbeit gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist für mich von größter Bedeutung. Rechtsextremistische Kräfte und ausländerfeindliche Stimmungsmache dürfen keinen Boden gewinnen. Die Demokratietrainerinnen und –trainer des Programms ‚Zusammenhalt durch Teilhabe‘ leisten dabei in den Gemeinden wichtige Unterstützung vor Ort. Sie helfen, Toleranz und Verständnis für andere Kulturen und Menschen als Grundvoraussetzung friedlichen Zusammenlebens offensiv zu vertreten. Ich danke allen, vor allem den ehrenamtlich Engagierten, für ihren unermüdlichen Einsatz für Toleranz und Demokratie!“ 

Mit dem Projekt »Team für Demokratie und Engagement« unterstützt das Anne Frank Zentrum Jugendliche in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt darin, sich für Demokratie und gegen Diskriminierung einzusetzen. Im »Team für Demokratie und Engagement« wurden die Jugendlichen zu Trainerinnen und Trainern ausgebildet und haben in ihren Orten eigene Projekte gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie durchgeführt. 

In einem Hintergrundgespräch konnte die Ostbeauftragte sich ausführlich mit sieben vom Anne Frank Zentrum ausgebildeten Demokratietrainerinnen des Programms unterhalten und sich detailliert über die Projekte informieren.

Die diesjährige Fachtagung des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ fand unter dem Motto "Nah dran - Wir wirken vor Ort" am 17. und 18. November in Weimar statt. Die Veranstaltung wurde vom Anne-Frank-Zentrum durchgeführt.“

Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" (ZdT)

Das Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" (ZdT) wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer beim Bundesminister des Innern im Jahr 2010 initiiert. Das Bundesministerium des Innern (BMI) fördert seitdem Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland (erste Phase, Laufzeit 2010-2013). In der zweiten Programmphase (2013-2016) wurde das Programm auch für westdeutsche Bundesländer geöffnet. Erprobte Projektkonzepte können so auf ausgewählte Trägerstrukturen übertragen werden. Außerdem können verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten nun bundesweit angeboten werden. Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder wird das Programm mit eigenen Impulsen begleiten.

Mit dem Programm wird eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Gemeinwesenkultur unterstützt, in der extremistische und verfassungsfeindliche Strömungen keinen Platz finden. ZdT fördert gezielt Vereine und Initiativen, die regional verankert sind. Durch die Förderung von Projekten sollen Kompetenzen aufgebaut oder bestehende Kompetenzen ausgebaut werden, so dass auch nach Auslaufen der Projekte auf diese zurückgegriffen werden kann. Die Vereine und Initiativen können z.B. eigene Berater/-innen gegen Extremismus ausbilden und zukunftsträchtige Methoden entwickeln, um mehr Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.

Schwerpunkt: Ländliche und strukturschwache Gebiete

Mit dem Förderprogramm sollen ländliche und strukturschwache Gebiete insbesondere in Ostdeutschlanderreicht werden. Denn diese Regionen haben besondere Ausgangsbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement. In der aktuellen Programmphase werden erprobte Projektkonzepte auf ausgewählte Trägerstrukturen in den westdeutschen Bundesländern übertragen. Der Schwerpunkt des Programms wird auch nach Ausweitung auf das gesamte Bundesgebiet weiterhin in Ostdeutschland liegen.

Mit dem Bundesprogramm werden folgende Ziele verfolgt:

Stärkung demokratischer Verbände und Vereine

Das Förderprogramm bietet den Engagierten vor Ort konkrete Hilfestellung an. Dies geschieht über Qualifizierungen, Coaching und Vernetzungsangebote, die sich an haupt- und ehrenamtlich Aktive richten und ihnen das nötige Wissen an die Hand geben. Dies schafft Grundlagen für eine erfolgreiche und verantwortungsbewusste Arbeit innerhalb der jeweiligen Institutionen.

Gewinnung neuer Zielgruppen zur Demokratiestärkung und Extremismusprävention

Das Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" richtet sich an neue Zielgruppen, die für die Themen Demokratiestärkung und Extremismusprävention gewonnen werden. Angesprochen werden Menschen und Organisationen, die mit den bisherigen Bundesprogrammen gar nicht oder nur kaum erreicht wurden.

Informationen zur aktuellen Förderperiode

Informationen zum Förderprogramm - Förderschwerpunkten und Teilnahmevoraussetzungen - finden sie über den nachstehenden Link.

Weiterführende Informationen

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