Kulturförderung in den neuen Ländern und Berlin

In den neuen Bundesländern finden sich zahlreiche von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Stätten wie z. B. die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, die Wartburg in Eisenach oder auch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.

Förderung national bedeutsamer Kultureinrichtungen

Der Bund unterstützt die Kulturförderung in den neuen Ländern. Er setzt zudem mit zielgerichteten Programmen eigene Akzente und fördert gemeinsam mit den Sitzländern national bedeutsame Einrichtungen, etwa die Klassik-Stiftung Weimar, die Franckeschen Stiftungen zu Halle oder die Fürst-Pückler-Parks in Bad Muskau und Branitz. Für die herausragenden Kultureinrichtungen wendet der Bund jährlich rd. 33 Mio. Euro auf.

Förderung von Kultureinrichtungen von gesamtstaatlicher Bedeutung in Berlin

Mit über 400 Mio. Euro fördert der Bund jährlich Kultureinrichtungen von gesamtstaatlicher Bedeutung in Berlin. Dazu gehören zum Beispiel das Jüdische Museum, die Internationalen Filmfestspiele und die Akademie der Künste. Auch die Sanierung der Berliner Museumsinsel wird in vollem Umfang vom Bund finanziert. An der Sanierung und Modernisierung der "Staatsoper Unter den Linden" beteiligt sich der Bund zudem mit 200 Mio. Euro.

Fonds Neue Länder

Die 2002 ins Leben gerufene Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle an der Saale fördert bundesweit internationale Kulturprojekte im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Darüber hinaus hat die Stiftung im Jahr 2002 zur Förderung der Stärkung der Kulturlandschaft und der Zivilgesellschaft in den neuen Bundesländern den "Fonds zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für die Kultur in den neuen Bundesländern" gegründet. Aus diesem wurden seit seiner Gründung über 160 Kulturvereine und Projekte aus den Sparten Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Fotografie, Architektur und Neue Medien mit Mitteln in Höhe von insgesamt 5,3 Mio. Euro unterstützt.

Förderung des Denkmalschutzes in Ostdeutschland

Die Förderung des Denkmalschutzes erfolgt im Programm "Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland", aus dem z. B. für Museen, Burgen, Schlösser und andere herausgehobene Kultureinrichtungen und -projekte ein Volumen von jährlich 4 Mio. Euro zur Verfügung steht. In den Jahren 2004 bis einschließlich 2013 sind vom Bund auf diese Weise annähernd 63 Mio. Euro bereitgestellt worden. Das Bundesprogramm dient in erster Linie der Sanierung und Modernisierung von Kultureinrichtungen mit gesamtstaatlicher Bedeutung, um deren Attraktivität und überregionale Ausstrahlung zu steigern. Beispiele aus 2013 sind die Staatlichen Museen in Schwerin, die Klosteranlage "Stift Neuzelle" und die Erweiterung des Mendelssohn-Hauses in Leipzig.

Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“

Das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" hat das Ziel, bau- und kulturhistorisch wertvolle Stadtkerne und -bereiche mit denkmalwerter Bausubstanz in ihrer baulichen Geschlossenheit zu erhalten, zu revitalisieren und zukunftsweisend weiter zu entwickeln. Seit Einführung des Programms im Jahr 1991 bis einschließlich 2012 stellte der Bund hier insgesamt 2,14 Mrd. Euro bereit. Insgesamt wurden damit 240 Maßnahmen in 200 ostdeutschen Städten mit Bundesfinanzhilfen unterstützen. Im Jahr 2013 stehen für den Städtebaulichen Denkmalschutz in den neuen Ländern und im Ostteil Berlins rund 64 Mio. Euro zur Verfügung. Im Jahr 2009 wurde das Programm auf ganz Deutschland ausgeweitet.

Reformationsjubiläum 2017

Zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 unterstützt die Bundesregierung Maßnahmen der "Luther-Dekade". Hierfür sind insgesamt 35 Mio. Euro bis 2017 vorgesehen. Aus dem bundesweit angelegten Förderprogramm "Reformationsjubiläum 2017" werden seit dem Jahr 2011 Restaurierungen und Ertüchtigungen an den authentischen Stätten der Reformation gefördert. Unterstützt werden daneben zahlreiche kulturelle Projekte von niederschwelligen Angeboten bis hin zu bedeutsamen Ausstellungen in Vorbereitung auf das Jubiläum. Hierbei stehen insbesondere die Kernländer der Reformation (Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) im Fokus.

Weitergehende Informationen erhalten Sie über die nachstehenden Links.